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Aktuelles von den Schachfreunden Essen-Werden
Murmeltiertag: 2. Mannschaft verpasst erneut Chance zum Aufstieg in die Verbandsliga
Marcus ter Steeg
Eigentlich hätte man´s schaffen können als die 2. Werdener Mannschaft am Sonntag das Team des SK Hervest Dorsten empfing. In der Verbandsklasse lag man auf Platz 2, die Dorstener waren Dritter in der Tabelle und mit einem Sieg wäre der Aufstieg in die Verbandsliga zum Greifen nahe gewesen. DWZ-Favoriten waren die Werdener an den meisten Brettern außerdem – und dann kam alles ganz anders…:
Ralf Eiberger und Josef Rother halfen an den Brettern 7 und 8 aus und steuerten beide sichere Remise zum Mannschaftsergebnis bei. Vielen Dank, Ralf und Josef, dass ihr uns so gut geholfen habt!
Danach machte sich eine erste leise „Downhill-Tendenz“ in diesem Mannschaftskampf bemerkbar. Jan Eggebrecht legt seine Partien häufig taktisch ehrgeizig an. Im katalanischen Damengambit ist es für Weiß allerdings ein Problem, wenn Schwarz den Gambitbauern auf c4 nehmen und (für längere Zeit) behaupten kann. So kam es in der Partie, Jan konnte die Schwierigkeiten nicht lösen und musste die Partie aufgeben.
Der Gegner von Marcus ter Steeg war von Anfang an bemüht den Ball extrem flach zu halten. In einer nicht besonders aufregenden Stellung bot er bereits nach 18 Zügen Remis an. Marcus wurde allerdings von Mannschaftsführer Stefan Hütte gezwungen weiterzuspielen, was er allerdings ohnehin getan hätte. Danach blieb der Werdener seiner primitiven Spielweise treu, einen Bauern zu gewinnen und den dann im Endspiel zu verwerten. Zwischenstand damit 2:2 und der erhoffte Aufstieg weiterhin möglich.
Die Partien von Christian Diesing und Benjamin Zaschke wiesen die Parallele auf, dass beide Werdener Material – mindestens eine Figur – gewinnen konnten, ihre Gegner dafür aber etwas Kompensation und Angriff bekamen. Mit wenig Zeit auf der Uhr stellte Christian schließlich leider entscheidendes Material ein und verlor die Partie.
Benjamin hatte mit Schwarz die Cambridge-Springs-Verteidigung sehr gut behandelt und hatte sicherlich einen Vorteil auf dem Brett. Die Angriffsmöglichkeiten seines Gegners gegen den in der Brettmitte stehenden schwarzen König verdichteten sich aber mit zunehmender Spielzeit. In einer taktisch hochkomplizierten Stellung gab Benjamin mit nur noch wenigen Sekunden auf der Uhr schließlich auf, obwohl ein letzter taktischer Schlag vielleicht noch lohnenswert gewesen wäre.
Konstantin Berger und Stefan Hütte an den Brettern 1 und 2 erreichte die schlechte Nachricht vom nunmehrigen Zwischenstand von 2:4 zu einem Zeitpunkt, zu dem ihre Partien schon nicht mehr besonders gut standen. Um die Aufstiegschance zur Verbandsliga zu wahren brauchten die Werdener nun zwei Punkte aus diesen letzten beiden Partien. Konstantin übersah in einer inhaltsreichen Partie leider eine wichtige taktische Wendung, so dass sein Gegenangriff gegen den weißen König nicht mehr durchschlagen konnte. Letztlich musste er die Partie aufgeben.
Stefan wurde dann noch quasi Opfer der schlechten Mannschaftsleistung an diesem Tag. Nachdem er in beiderseitiger Zeitnot das Schlimmste überstanden und mit einer Qualität weniger eine spielbare Stellung erreichen konnte, durfte er ein für ihn mögliches Dauerschach angesichts des Mannschafts-Zwischenstandes nicht realisieren. Mehr war jedoch einfach nicht rauszuholen, und nachdem der Gegner seine Königsstellung konsolidiert hatte, ging auch diese Partie noch verloren.
Damit hat das Werdener Team zwei Matchbälle zum Aufstieg hintereinander vergeben. Wie schon in der Vorsaison nutzt die perfekte erste Saisonhälfte damit leider nichts und die Werdener werden aller Voraussicht nach auch in der kommenden Saison in der Verbandsklasse spielen.
Werden VI: Wertvoller Sieg dank Frauen-Power & Jugend-Elan
Jürgen Schützdeller
Heute war ein Auswärtsspiel angesetzt, und zwar bei der 3. Vertretung der „Lustigen Bauern“ in Altendorf. Wieder einmal mussten wir auf 2 Stammspieler verzichten, zudem durfte „Käpt’n Rudi“ nicht mehr eingreifen. Dennoch bekamen wir eine schlagkräftige Truppe zusammen.
Das Duell begann leider gleich mit einem Dämpfer: Jürgen Schützdeller geriet am Spitzenbrett bei eigenem Raum- und Tempovorteil in eine Reihe taktischer Verwicklungen und büßte letztlich 2 Bauern im Zentrum ein, wonach die Stellung nicht mehr zu halten war. Besser machte es Harri Tödtloff an Brett 2 mit Schwarz. Er kam gut aus der Eröffnung – jedoch spielte auch sein Gegner einen soliden Stiefel, so dass nach Abtausch fast aller Figuren sich beide auf ein remis verständigten.
Ebenfalls Unentschieden endete die Partie von Mohammad Setayesh, indes wurde hier von beiden Seiten mit offenem Visier gekämpft. Aus starker Position heraus lehnte der Werdener zunächst ein Remisgesuch rigoros ab, konnte seinen Vorteil aber nicht weiter ausbauen. Nach einigem Hin und Her lenkte er dann seinerseits zum remis ein. Den ersten Treffer für uns markierte Venice Barthelmes am vierten Brett, die eine virulente Schwäche auf f3 präzise auszunutzen verstand. In der Folge erhöhte sie sukzessive den Druck auf den König, wobei ihr schnell eine gegnerische Figur zum Opfer fiel und damit der Sieg in die Hände.
Einen weiteren wertvollen Punkt steuerte Jakob Peitsch am 6. Brett bei. Sein ebenfalls juveniler Kontrahent spielte durchaus nicht schlecht, aber Jakob agierte über das ganze Spiel völlig ruhig und abgeklärt. Sein konsequent fortgesetztes Druckspiel zahlte sich später materiell in einer „Qualität“ aus, wonach er sich die Butter nicht mehr vom Brot nehmen ließ.
Nach dem schönen 3:2 musste die Gesamtentscheidung am dritten Brett fallen! Der Altendorfer zeichnete sich gleich durch 2 sehr hohe Werte aus: DWZ und Alter (91 Jahre), was Daniela Claussen jedoch nicht sonderlich beeindruckte. Sie kam aus der Larsen-Nimzo-Eröffnung gut heraus und realisierte nach rund 40 Zügen 3 Mehrbauern, wobei nur noch die Damen sowie zwei ungleichfarbige Läufer im Spiel waren. Doch wer dachte, das war’s dann wohl, hatte den alten Fuchs unterschätzt: Nach Eindringen in die Königsstellung traktierte er Daniela mit permanenten Schachgeboten und Mattdrohungen und gewann peu à peu die 3 Bauern zurück. Als die Damen verschwanden war die Partie eigentlich „tot remis“, doch ein fataler Lapsus bescherte der Werdenerin den Gewinn.
Damit steht die 6. Mannschaft der Schachfreunde Werden in der Tabelle der Kreisliga aktuell auf dem dritten Platz und kann, bei nur einem Punkt Rückstand auf die beiden Spitzenreiter, noch aus eigener Kraft aufsteigen. Schöner Nebeneffekt: Der Sieg gegen SCLB III hilft auch direkt unserer 7. Vertretung bei ihrem Ziel des Klassenerhalts.
Gergely Mann ist Blitzvereinsmeister 25/26 vor Armin Meyer und Konrad Händler
Neun Vereinsmitglieder blitzten am letzten Freitag den Vereinsmeister aus. Bei dem Rundenturnier jeder gegen jeden mit der Bedenkzeit 3+2 wurde es an der Spitze spannend: Zwischen Gergely und Armin, beide zum Schluss mit sieben Punkten, war der direkte Vergleich entscheidend: Armin sah die Möglichkeit zum Remis durch Dauerschach, aber anstatt die Züge zu wiederholen, glaubte er in großer Zeitnot eine Mattkobination entdeckt zu haben, die aber nicht funktionierte, sodass die Partie an Gergely ging, der dadurch zum Vereinsmister im Blitzen wurde.
Auch Rang drei und vier wurden durch die Feinwertung entschieden, da sich Konrad Händler und Stefan Hütte beide fünf Punkte erspielt hatten.
Erste Mannschaft holt sich den nötigen Punkt in Köln
(von Stefan Hütte)
Beim Auswärtskampf in Köln wartete der nächste Gegner auf Augenhöhe auf die erste Mannschaft der Schachfreund Essen-Werden. Das Ziel war klar. Mindestens ein Unentschieden holen, damit wäre der Klassenerhalt auch theoretisch in trockenen Tüchern.
Es begann mit einem schnellen Remis an Brett 3 von Alexej Litwak. Die Stellung hatte für beide Seiten keine Gewinnpläne. Danach gingen die Werdener in Führung. Der Gegner von Armin Meyer leistete sich einige Ungenauigkeiten, die kompromisslos ausgenutzt wurden. Leider glich Köln schnell aus. Yaroslav Bilenko hatte sich im Angriff verzettelt und wurde ausgekontert.
Die erneute Führung konnte Markus Roth erzielen. Dieser hatte seinem Gegner einen schwachen Bauern verpasst und konnte diesen dann im Mittelspiel gewinnen.
An Brett 8 kam Konstantin Berger schlecht aus der Eröffnung und versuchte sein Glück im Angriff gegen den gegnerischen König. In komplizierter Stellung entschieden dann einige Ungenauigkeiten das Spiel zugunsten des Kölners. Die Werdener lagen dann nach der Niederlage von Gergely Mann sogar zurück.
An den beiden Spitzenbrettern musste jetzt gepunktet werden. Michael Coenen hatte im Mittelspiel Gewinnmöglichkeiten ausgelassen, konnte dann aber in ein gewonnenes Endspiel mit Turm + Leichtfigur und jeweils zwei Bauern überleiten. Ausgleich! Jürgen Kaufeld versuchte sein Turmendspiel mit Mehrbauer zu gewinnen, aber letztendlich machte der Gegner keine Fehler. Remis und ein 4-4 am Ende.
Angesichts des Spielverlaufs wäre mehr möglich gewesen. Andererseits liegt die Mannschaft jetzt mit 9-5 Punkten auf Platz 3 der Tabelle. Nach oben geht nichts mehr, ein Sieg hätte da auch nichts genutzt. Auf Platz 4 hat man aber auch 3 Punkte Vorsprung, so dass es nicht wundern würde, wenn die Mannschaft am Ende auch auf Platz 3 liegt.
In drei Wochen muss sich die Mannschaft auf den Weg nach Hemer machen und kann dort befreit aufspielen.
Konrad marschiert weiter!
Klaus Schultz
Die 4. Mannschaft hat heute in der Verbandsbezirksliga ein Unentschieden gegen SC Rochade Rüttenscheid II erreicht. Eigentlich ein gutes Ergebnis, aber zwischenzeitlich sah es sogar nach mehr aus.
Nach einem frühen Remis am Spitzenbrett von Dietmar Lorenz dauerte es eine Weile bis sich auch Jupp Rother und Herbert Lohaus jeweils mit ihren Gegnern auf Punkteteilungen verständigten.
Konrad Händler brachte dann an seinem Brett die Werdener in Führung – tatsächlich sein siebter Sieg in der siebten Runde!! Eine unglaublich starke Leistung und unfassbare Serie!
Diese Führung wurde dann durch den Partieerfolg von Ralf Lange sogar auf den Zwischenstand von 3½:1½ ausgebaut. Das ließ die Vierte ein wenig von zwei Punkten träumen. Leider verlor dann aber Ralf Eiberger auf Zeit und nach einem schönen Remis von Dirk Weber lief nur noch die Partie von Klaus Schultz. Hartnäckig kämpfte er um ein Remis, aber leider vergebens. So endete der Mannschaftskampf mit 4:4. Ein Punktgewinn, der noch wertvoll werden kann.
Am 22.03. erwarten wir zur vorletzten Runde SV Mülheim-Nord VI in Werden.

Ralf Eiberger
Hier ist noch die Übersicht der Ergebnisse: Verbandsbezirksliga, Gruppe 5, 7. Runde
Und die aktuelle Tabelle: Verbandsbezirksliga, Gruppe 5, Tabelle
Gymnasium Werden feiert Start-Ziel-Sieg
Bei der Essener Schulschach-Meisterschaft am 25. Februar spielten in diesem Jahr 16 Mannschaften um den Titel in der Altersklasse jünger als 2014. Hier gelang den Werdener Schülern Robin, Jakob, Johannes und Noah ein überzeugender Sieg. Alle fünf Duelle wurden gewonnen, dabei viermal sogar mit dem Traumergebnis von 4:0. Nur in der vierten Runde gegen das zu diesem Zeitpunkt ebenfalls noch verlustpunktfreie Goethe-Gymnasium wurde es spannend. Werden konnte zwar das Ergebnis zunächst auf 2:0 stellen, dann ging aber die Partie an Brett 3 verloren. Nun hing alles an der Partie am Spitzenbrett. Dort konnte Robin seinem Gegner zunächst einen, dann einen zweiten Bauern abnehmen. Mutig lehnte er ein Remis durch Dauerschach ab und gewann später dank der Mehrbauern die Partie, Endstand also 3:1. Ende März geht es für die vier Schüler dann zur NRW-Meisterschaft in Hamm.
Auch die zweite Werdener Schülermannschaft mit Michael, Ben, Constantin und Max war sehr erfolgreich und erreichte den 6. Platz. Dies ist um so bemerkenswerter, weil dieses Team überwiegend aus Nichtvereinsspielern besteht.


Erste Mannschaft holt sich den nötigen Punkt in Köln
(von Stefan Hütte) Beim Auswärtskampf in Köln wartete der nächste Gegner auf Augenhöhe auf die erste Mannschaft der Schachfreund Essen-Werden. Das Ziel war klar. Mindestens
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