Als Spitzenreiter trafen wir zu Hause auf den Zweiten – also war Spannung angesagt!
Brett 1: Hier sah es bis zur 29. Minute gut aus, aber der Gegner traf noch rechtzeitig ein. Dann schlug Murphy’s Law zu: Alles was schiefgehen kann… Ihr wisst schon. Michael hatte den Zeitbonus, aber sein Opponent fand blitzartig die richtigen Züge: Niederlage.
Brett 2: Alex Pieper machte es besser. Nach einem Zwischenzug gewann er einen Bauern und hatte zudem die klar bessere Bauernstruktur. Diesen minimalen Vorteil hat er bis zum Endspiel klug verwaltet: Sieg!
Brett 3: Dr. Jürgen trat mit Magen-Darm an. OK, alle sind mit diesen Organen angetreten, aber waren zuvor nicht 2 Stunden auf dem Abort. Er übersah eine Springergabel in 2 Zügen und büßte einen Bauern & die Qualität ein. Sein anschließender Gegenangriff erinnerte an den Volkssturm 1945: Der Wille war da, aber… jeder kennt die Geschichte.
Brett 4: Volker Bauer gewann souverän. Er hatte sich einen Raumvorteil verschafft und blies zum Angriff auf dem Königsflügel. Dem äußert passiv agierenden Kontrahenten konnte er so die Stellung ruinieren, wonach Materialverlust nicht mehr zu vermeiden gewesen wäre. Wieder ein Pluspunkt.
Brett 5: Den wichtigen 3. Punkt ergatterte Harri Tödtloff. In einer aggressiv gespielten Variante der Bird-Eröffnung opferte sein Gegner einen Springer für 2 Bauern. Als Harri ihm dann auch noch eine Qualle abknöpfen konnte, war der Fisch gegessen.
Brett 6: Alles kam jetzt auf Torsten an. Nach eine solide gespielten Eröffnung geriet leider seine Dame in die Bredouille, wofür er einen Knight opfern musste. Trotz zähen Widerstands musste er dann schließlich die Segel streichen.
Somit stand es am Ende 3:3
von Dr. Jürgen Schützdeller