Kreisliga: Wenn es nach 30 Minuten schon 3:0 steht, stellt sich mental ein wohliges Gefühl ein. Beim Auswärtsspiel gegen Katernberg VI auf der Zeche Helene waren die Gegner von Volker & Torsten erst gar nicht angetreten. Es ist ja nach den Regeln auch nicht verboten, kampflos Punkte abzugeben.
Noch schneller war Jürgen Schützdeller am 3. Brett, der schon – ganz entgegen seiner Gewohnheit – im 13. Zug matt setzen konnte. Sein 11-jähriger Opponent kannte die Eröffnungstheorie sehr gut, zog dann aber viel zu schnell. Beim Matt hatte er noch die Ausgangszeit von 1:30 auf der Uhr stehen.
Die 3 anderen Gegner erwiesen sich als zäher. Dann war es an Michael Grevendick am ersten Brett, den Mannschaftssieg zu sichern. Nach Abtausch aller Figuren erreichte er ein totes Bauernendspiel. Remis.
Alexander Pieper bekam schon in der Eröffnung einen Bauern geschenkt, aber der Schüler wehrte sich lange Zeit tapfer. Als er dann noch einen zweiten Bauern gewann und die Damen abtauschen konnte, war das Endspiel für den Gegner nicht mehr zu halten.
Harri bekam es am 5. Brett mit dem Jüngsten zu tun, der stehend in etwa auf Augenhöhe mit dem sitzenden Werdener war. Für eine offene Linie hatte Harri einen Bauern investiert, aber nicht genügend Kompensation bekommen. Im Endspiel wurde ihm der fehlende Bauer dann zum Verhängnis.
Somit stand es am Ende 4 ½ zu 1 ½ für SF Werden VII.
Kleines Bonmot zum Schluss: Das aggregierte Alter der 4 angetretenen Katernberger lag unter dem Alter jedes Werdeners! Auch im Gefühl des Triumphes verdient die gegnerische Mannschaft höchsten Respekt.
Dr. Jürgen Schützdeller